26.09.2018

Von Profis für Profis

Profiforum vegan stellt den Handel in den Fokus Fachbesucher und Experten diskutieren die Top-Themen der Branche

Schon traditionell ist der Vormittag des ersten Messetages auf der veganfach wieder den internationalen Fachbesuchern aus Handel, Gastronomie und Industrie vorbehalten. Das Team der Außer-Haus-Medien der dfv Mediengruppe (gv-praxis, food-service, FoodService Europe & Middle East) zeichnet erneut für das hochkarätige Konferenzprogramm des Profiforums Vegan verantwortlich. Neben Referenten aus dem veganen Außer-Haus-Markt werden auf der veganfach 2018 verstärkt Profis aus dem Handel ihr Know-how an die Fachbesucher weitergeben. Unter dem Titel „Von vegan zu pflanzenbasiert: Plant-Based-Concepts für Gastronomie und Handel“ diskutieren am Freitag, 2. November 2018, ab 11.00 Uhr ausgewiesene Experten auf der veganfach 2018 über die Herausforderungen, die sich für den Handel und den Außer-Haus-Markt durch die verstärkte Nachfrage nach veganen Produkten ergibt.

Den Auftakt macht am Freitag der Demo-Koch, Friedensaktivist und Autor Wam Kat mit seinem Vortrag „Vegan-vegetarisches Catering? Eine Frage der Haltung!“. Wam Kat zählt zu den Ikonen einer nachhaltigen, fleischfreien Verpflegung auf Events und Großdemonstrationen. Einst schwang er den Kochlöffel auf dem legendären Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“, wo er nach eigenen Aussagen seine Liebe zum Kochen entdeckte. Er war Mitbegründer der holländischen rollenden, vegetarischen Catering-Küche „Rampenplan“, die seit über 30 Jahren Politik-Aktivisten europaweit auf Events verköstigt. Sein Plädoyer: „Essen ist Politik, jeder Einzelne kann täglich durch eine bewusste Wahl zu einer nachhaltigen Welt beitragen.“

Im Anschluss daran wird Horst M. Karufke, Geschäftsführer der Innogy Gastronomie, Essen das Ampelsystem der Innogy-Gastronomie vorstellen und die Frage beantworten: „50 Prozent veganes Speisenangebot im Betriebsrestaurant – geht das?“ Als Geschäftsführer der Innogy Gastronomie mit 400 Mitarbeitern verantwortet Karufke das Verpflegungsangebot an 52 Standorten bundesweit mit einem Jahresumsatz von 36 Mio. Euro. Seit über einem Jahr forciert der Küchenmeister und Handelsfachwirt erfolgreich vegan-vegetarische Speisen im Angebot – auch als ein Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Wie eine vegane Sortimentserweiterung in der Sytemgastronomie umgesetzt werden kann, zeigt dann Gordon Faehnrich von der Bäckereikette BackWerk in Essen. Der Titel seines Referates lautet: „Die vegane Snack-Offensive – urban und ausgezeichnet. Erfolgreiche Sortimentserweiterung mit trendigen Back-Snacks – ganz ohne Tier".
 


Lucien Coy, Mitglied des Vorstands des Trägervereins Veggie-Kids aus Frankfurt am Main, stellt dann das Konzept der ersten veganen Kita in Deutschland vor. Mokita – so der Name – sorgte im August für viel Medienwirbel. „Wir wollen so konsequent wie möglich und so pragmatisch wie nötig sein“, beschreibt Referent Lucien Coy, die Philosophie der Kita. Der 39-Jährige lebt mit seiner Familie seit 2011 aus ethischen Gründen vegan und hat gemeinsam mit anderen Eltern die bundesweit erste komplett tierfreie Kindertagesstätte initiiert.

Wie gut ist eigentlich das vegane und vegetarische Angebot in Deutschlands Supermärkten? Dieser Frage ist die Berliner Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt auf den Grund gegangen und hat die pflanzlichen Angebote bei Discountern und Vollsortimentern einem Test unterzogen. Die Ergebnisse stellt Geschäftsführer und Stiftungspräsident Mahi Klosterhalfen in seinem Referat „Supermärkte im Vegan-Check“ den Fachbesuchern der veganfach 2018 vor. Der Check gilt als „veganer Benchmark“ in der Branche. Klosterhalfen setzt sich seit seiner Studienzeit aktiv für Tiere ein. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Kaufmann hat er die Stiftung als erster Vollzeit-Mitarbeiter ausgebaut, die heute 40 Personen in zwei Ländern beschäftigt.

Ein weiteres Praxisbeispiel für „vegane Sortimente als Erfolgsformel“ stellt in einem Talk dann Kai Scholand vor. Der gebürtige Bochumer ist seit 2001 selbstständig und Inhaber des Rewe Scholand in Mülheim an der Ruhr. Bereits mit 16 fing er mit seiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel an. Eine pflanzliche Ernährung lag ihm lange Zeit fern – bis vor 6 Jahren ein Anstoß aus der direkten Umgebung kam. In diesem Zuge wurde er selbst zum Veganer und baute Stück für Stück das vegane Sortiment in seinem Laden aus. Heute gilt sein Rewe-Supermarkt als bundesweiter Vorreiter in Sachen vegan-vegetarisches Sortimente – auch wegen des eigens komponierten Brandings für die vegane Schiene.

Das Abschlussreferat des Profiforums hält in diesem Jahr Amelie Leipprand vom Deutschen Institut für Normung in Berlin. Dort ist die 48-Jährige seit Anfang 2016 Projektmanagerin in der Abteilung Innovationen. Sie geht der Frage nach, ob wir für vegane Produkte eine DIN-Norm benötigen. Die Ingenieurin meint ja und lädt Hersteller, Händler sowie Gastronomen und Küchenchefs zum offenen Dialog über Standards ein, die künftig für mehr Transparenz und Qualität im Markt veganer Produkte sorgen könnten. Ihr Vortrag trägt den Titel „Benötigt die Brache einen Standard? Und wenn ja, wie geht das?“

Zum Abschluss des Profiforums vegan sind dann noch alle Teilnehmer eingeladen, ausgewählte Aussteller zu besuchen und die neu vorgestellten Produkte direkt auszuprobieren.

Koelnmesse – Global Competence in Food and FoodTec:
Die Koelnmesse ist international führend in der Durchführung von Ernährungsmessen und Veranstaltungen zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln und Getränken. Messen wie die Anuga, die ISM und die Anuga FoodTec sind als weltweite Leitmessen etabliert. Die Koelnmesse veranstaltet nicht nur in Köln, sondern auch in weiteren Wachstumsmärkten rund um die Welt, z. B. in Brasilien, China, Indien, Italien, Japan, Kolumbien, Thailand, den Vereinigten Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten Foodmessen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Inhalten. Mit diesen globalen Aktivitäten bietet die Koelnmesse ihren Kunden maßgeschneiderte Events in unterschiedlichen Märkten, die ein nachhaltiges und internationales Business garantieren.

Weitere Infos: http://www.global-competence.net/food/

Die nächsten Veranstaltungen:
yummex Middle East - The Event for Sweets & Snacks Professionals, Dubai 30.10. - 01.11.2018
ANUFOOD China - Führende Fachmesse für Lebensmittel und Getränke für die Region Nord-China, Peking 21.11. - 23.11.2018
ProSweets Cologne - Die internationale Zuliefermesse für die Süßwaren- und Snackindustrie, Köln 27.01. - 30.01.2019


Anmerkung für die Redaktion:

Fotomaterial der veganfach finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter
www.veganfach.de im Bereich „Presse“
Presseinformationen finden Sie unter www.veganfach.de/Presseinformation
Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

Die veganfach bei Facebook:
https://www.facebook.com/veganfach

Ihr Kontakt bei Rückfragen:

Michael Steiner
Kommunikationsmanager
Koelnmesse GmbH
Messeplatz 1
50679 Köln
Deutschland
Telefon: +49 221 821-3094
Telefax: +49 221 821-3544
m.steiner@koelnmesse.de
www.koelnmesse.de

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