Profiforum Vegan

Erfolgreich mit Vegan? Gastro-Experten zeigen, wie es geht!

Unter dem Motto „Von vegan zu pflanzenbasiert: Plant-Based-Concepts für Gastronomie und Handel“ diskutieren am Freitag, den 2. November ab 11:00 Uhr ausgewiesene Experten auf dem „Profiforum Vegan“ der veganfach 2018 über das Trendthema dieser Tage. Ausgerichtet wird das Forum auch in diesem Jahr wieder von der Koelnmesse und den Außer-Haus-Medien der dfv Mediengruppe (gv-praxis, food-service, FoodService Europe & Middle East). Es richtet sich an Unternehmer und Manager im Außer-Haus-Markt auf allen Stufen von Herstellung über Operative bis Consulting.

Programm zum Download (.pdf)

Profiforum veganfach

Wam Kat, Kult-Koch, Friedensaktivist und Buchautor

Wam Kat, Kult-Koch, Friedensaktivist und Buchautor

Weil die Eltern als frei schaffende Künstler nur wenig Geld hatten und sich kein Fleisch leisten konnten, wuchs der Niederländer Wam Kat quasi als Vegetarier auf. Heute zählt der Koch und Friedensaktivist zu den Ikonen einer nachhaltigen, fleischfreien Verpflegung auf Events und Großdemonstrationen. Wam schwang einst den Kochlöffel auf dem legendären Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“, wo er nach eigenen Aussagen seine Liebe zum Kochen entdeckte. Er war Mitbegründer der holländischen rollenden, vegetarischen Catering-Küche „Rampenplan“, die seit über 30 Jahren Politik-Aktivisten europaweit auf Events verköstigt. Sein Plädoyer: „Essen ist Politik, jeder Einzelne kann täglich durch eine bewusste Wahl zu einer nachhaltigen Welt beitragen.“ Auch in Gastronomie und Großküchen.

Horst M. Kafurke, Geschäftsführer, Innogy Gastronomie, Essen

Horst M. Kafurke, Geschäftsführer, Innogy Gastronomie, Essen

Großküche war gestern, heute kommt es darauf an, auf die individuellen Gästewünsche einzugehen, kurzum ein Top-Performance abzuliefern, ist Horst M. Kafurke überzeugt. Vegan-vegetarische Offerten im Sinne einer nachhaltigen Gastronomie dürfen da nicht fehlen. Als Geschäftsführer der Innogy Gastronomie in Essen mit 400 Mitarbeitern verantwortet er das Verpflegungsangebot an 52 Standorten bundesweit mit einem Jahresumsatz von 36 Mio. Euro. Seit über einem Jahr forciert der Küchenmeister und Handelsfachwirt erfolgreich vegan-vegetarische Speisen im Angebot – auch als ein Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sein ausgefeiltes „grünes“ Konzept begeistert über die Firmengrenzen hinaus.

Lucien Coy, Veggie-Kids, Frankfurt am Main

Lucien Coy, Veggie-Kids, Frankfurt am Main

Die erste konsequent vegane Kita mit 40 Plätzen in Frankfurt am Main sorgte im August für viel Wirbel. „Wir wollen so konsequent wie möglich und so pragmatisch wie nötig sein“, beschreibt Referent Lucien Coy, Mitglied des Vorstands des Trägervereins Veggie-Kids die Philosophie der Kita. Der 39-Jährige lebt mit seiner Familie seit 2011 aus ethischen Gründen vegan und hat gemeinsam mit anderen Eltern die bundesweit erste komplett tierfreie Kindertagesstätte initiiert. Wenn er nicht gerade eine Lanze für die vegane Pilot-Einrichtung bricht, arbeitet er freiberuflich als Digital Strategist, kurzum gestaltet die Kommunikation für verschiedene Unternehmen in der digitalen Transformation.

Mahi Klosterhalfen, Albert-Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt, Berlin

Mahi Klosterhalfen, Albert-Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt, Berlin

Mahi Klosterhalfen ist Geschäftsführer und Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Er setzt sich seit seiner Studienzeit aktiv für Tiere ein. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Kaufmann hat er die Stiftung als erster Vollzeit-Mitarbeiter ausgebaut, die heute 40 Personen in zwei Ländern beschäftigt. Klosterhalfen verfügt über gute Kontakte zu den internationalen Tierschutz- und Tierrechtsbewegungen. So engagiert er sich u. a. im Vorstand der internationalen Organisation Compassion in World Farming. Für seine Arbeit inspirieren ihn insbesondere Mahatma Gandhi, der späte Henry Spira und Albert Schweitzer. Wer sich als Aktivist so lange mit dem Thema Tierschutz beschäftigt, kommt um einen Vegan-Check der Supermärkte nicht herum. Der Check gilt als „veganer Benchmark“ in der Branche.

Kai Scholand, Rewe Scholand, Mühlheim an der Ruhr

Kai Scholand, Rewe Scholand, Mühlheim an der Ruhr

Der gebürtige Bochumer ist seit 2001 selbstständig und Inhaber des Rewe Scholand in Mühlheim an der Ruhr. Bereits mit 16 fing er mit seiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel an. Eine pflanzliche Ernährung lag ihm lange Zeit fern – bis vor 6 Jahren ein Anstoß aus der direkten Umgebung kam. In diesem Zuge wurde er selbst zum Veganer und baute Stück für Stück das vegane Sortiment in seinem Laden aus. Heute gilt sein Rewe-Supermarkt als bundesweiter Vorreiter in Sachen vegan-vegetarisches Sortimente – auch wegen des eigens komponierten Brandings für die vegane Schiene.

Amelie Leipprand, DIN Deutsches Institut für Normung, Berlin

Amelie Leipprand, DIN Deutsches Institut für Normung, Berlin

Von der Theaterbühne hin zum Maschinenbau-Studium zog es die ursprünglich gelernte Schauspielerin Amelie Leipprand schließlich zum DIN - Deutsches Institut für Normung in Berlin. Dort ist die 48-Jährige seit Anfang 2016 Projektmanagerin in der Abteilung Innovationen. Doch benötigen wir eine DIN-Norm für vegane Produkte? Die Ingenieurin meint ja und lädt Hersteller, Händler sowie Gastronomen und Küchenchefs zum offenen Dialog über Standards ein, die künftig für mehr Transparenz und Qualität im Markt veganer Produkte sorgen könnten.

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